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Kommt und seht! Es lohnt sich!

Nawal ist verstummt. Vor fünf Jahren hat sie von einem Tag auf den anderen aufgehört zu sprechen.  Jetzt, nach ihrem Tod, hinterlässt sie ihren Kindern, den Zwillingen Jeanne und Simon, zwei verschlossene Briefumschläge. Einen an ihren tot geglaubten Vater und einen an einen unbekannten Bruder. Die Suche führt die Geschwister in die Heimat ihrer Mutter, den Nahen Osten, und auf die Spur eines schrecklichen Geheimnisses. Es ist eine Reise zu ihren Wurzeln, in eine Vergangenheit aus Hass, Gewalt und Krieg – und einer großen Liebe, die nicht gelebt werden durfte. Was die Zwillinge nun über die Geschichte ihrer Mutter, ihrer Familie und damit auch über sich selbst herausfinden, stellt alles, woran sie glaubten, in Frage.

 

Der 1968 im Libanon geborene und in Kanada lebende Autor Wajdi Mouawad, erzählt in Verbrennungen eine erschütternde Familiengeschichte archaischen Ausmaßes, die sich auf zahlreiche gegenwärtige politische Konflikte im Nahen Osten beziehen lässt. Mouawad verbindet die individuelle Familientragödie mit der kollektiven Katastrophe Krieg und thematisiert gleichermaßen verstörend wie berührend, die Schwierigkeit, selbst in unserer zivilisierten Welt, der sich ewig weiterdrehenden Gewaltspirale zu entfliehen. 

Das Stück besticht mit einer komplexen Dramaturgie. Wir sehen die Hauptfigur Nawal in drei Lebensabschnitten, die immer wieder in den Erzählstrang der Suche der Kinder eingeblendet werden. Nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzlestücke zu der Wahrheit zusammen. Der Zuschauer begibt sich gleichermaßen auf detektivische Spurensuche.

 

Verbrennungen wird und wurde auf vielen Bühnen in Deutschland und der ganzen Welt gespielt. Die Verfilmung des Theaterstücks unter dem Titel »Die Frau, die singt!« wurde 2011 als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert.

Eine Koproduktion der GbR „Verbrennungen“ und des Theater im Bauturm

Dauer 1h 30m - ohne Pause

Schauspieler
Raimund Gross, Emilia Haag, Rebecca Madita Hundt, Alexander Stirnberg, Patric Welzbacher
 
Bühne/Kostüme
Flavia Schwedler
 
Inszenierung
Rüdiger Pape
 
Komposition & Live-Musik
Raimund Gross
 
Regieassistenz
Carina Eberle
 
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